Ausmalbilder beim Umzug: Kinder sinnvoll beschäftigen
Am Umzugstag entscheidet oft eine Kleinigkeit über den Zeitplan: ob die Kinder beschäftigt sind. Was Ausmalbilder, eine gut gepackte letzte Kiste und klare Zuständigkeiten leisten und wo die Grenze zur Baustelle verläuft.
Am Umzugstag steht die Wohnungstür ab acht Uhr offen, die Packer tragen, das Treppenhaus ist mit einem Keil blockiert, und mittendrin sitzt ein sechsjähriges Kind, das seit einer Stunde fragt, wann es endlich losgeht. Ein Stapel ausgedruckter Ausmalbilder, eine Handvoll Buntstifte und eine freie Fensterbank lösen dieses Problem für zwei bis drei Stunden, ohne Bildschirm und ohne dass jemand danebensitzen muss. Klingt nach einer Kleinigkeit. In der Praxis entscheidet es mit darüber, ob Sie Ihren Zeitplan halten.
Warum der Umzugstag für Kinder länger dauert als für Erwachsene
Eine Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnung ist häufig in vier bis sechs Stunden verladen. Kommen Möbelmontage, Küchenanschluss und eine zweite Adresse dazu, wird der ganze Tag knapp. Erwachsene haben in dieser Zeit eine Aufgabe, Kinder nicht. Sie stehen im Flur, in dem gerade ein Schrank gedreht wird, oder auf der Treppe, über die eine Waschmaschine getragen wird. Beides ist der Punkt, an dem Unfälle passieren und an dem der Ablauf ins Stocken gerät.
Organisatorisch gibt es zwei saubere Lösungen: Betreuung außer Haus für den Verladetag, etwa bei Großeltern oder in der gewohnten Kita, oder ein fester Platz in der alten und später in der neuen Wohnung, an dem das Kind beschäftigt ist und in Sichtweite bleibt. Bei Kindern unter drei Jahren empfehle ich klar die Betreuung außer Haus. Ab etwa vier Jahren funktioniert der feste Platz, wenn er vorbereitet ist.
Ausmalbilder als Beschäftigung, die ohne Aufsicht funktioniert
Ein Motiv beschäftigt ein Kind im Kita-Alter je nach Detailgrad zehn bis zwanzig Minuten, Schulkinder oft deutlich länger. Rechnen Sie deshalb mit fünfzehn bis zwanzig Blatt pro Kind für einen Umzugstag, nicht mit drei. Drucken Sie den Vorrat spätestens am Vorabend aus, denn der Drucker gehört zu den Geräten, die früh im Karton verschwinden. Wichtig ist außerdem das Papier: Auf dünnem Kopierpapier mit 80 g/m² drücken Filzstifte durch. Mit 120 g/m² oder einer Pappunterlage bleibt der frisch abgeschliffene Dielenboden sauber, und in der neuen Wohnung sind Buntstifte ohnehin die bessere Wahl als Filzstifte.
Beim Ausdrucken lohnt ein Blick auf die Qualität der Vorlage. Entscheidend sind geschlossene Konturen, also Linien ohne Lücken, sonst läuft die Farbe über die Ränder und das Bild wird für kleinere Kinder frustrierend. Praktisch sind Sammlungen, die Motive nach Alter sortieren, zum Beispiel Malvorlagen-ausmalbilder zu ausmalbilder mit Vorlagen für 5 bis 7 und für 8 bis 12 Jahre, die sich ohne Anmeldung als PDF drucken oder als PNG speichern lassen. Für Ältere dürfen die Motive ruhig kleinteiliger sein, für Kita-Kinder gilt: große Flächen, klare Linien.

Legen Sie die Malvorlagen nicht als losen Stapel hin. Ein Gummiband um Blätter und Stifte, dazu eine Klemmmappe oder ein Stück Karton als Unterlage, und das Kind kann den Platz wechseln, wenn der Raum geräumt wird.
Die Kiste, die zuletzt eingeladen und zuerst ausgeladen wird
Diese Kiste kommt nicht in den Möbelwagen, sondern ins eigene Auto. Sie enthält alles, was in den ersten drei Stunden in der neuen Wohnung gebraucht wird:
- Ausmalbilder, Buntstifte, Spitzer und eine feste Unterlage
- Trinkflasche, Snacks, Wechselkleidung, ein vertrautes Kuscheltier
- Toilettenpapier, Seife, Handtuch, Müllbeutel
- Werkzeug für die Türfeststeller, Teppichmesser, Klebeband
- Medikamente, Ladekabel, Schlüssel und Übergabeprotokoll
Beschriften Sie diese Kiste anders als alle anderen, etwa mit einem farbigen Klebeband rundum. Sonst steht sie am Nachmittag ganz hinten im Wagen.
Zuständigkeiten und Zeitplan am Umzugstag
Jede Aufgabe braucht einen Namen, sonst macht sie niemand. Das gilt für die Kinderbetreuung genauso wie für die Zählerstände. Halteverbotszonen beantragen Sie je nach Stadt ein bis drei Wochen vorher bei der zuständigen Behörde oder über den Umzugsbetrieb.
| Zeitpunkt | Aufgabe | Wer |
|---|---|---|
| Vorabend | Malvorlagen drucken, letzte Kiste packen | Elternteil A |
| Morgens vor Anreise der Packer | Kind an den festen Platz setzen, Ansprechpartner benennen | Elternteil B oder Begleitperson |
| Beim Verladen | Zählerstände ablesen, Wohnungsübergabe vorbereiten | Elternteil A |
| Nach dem Ausladen | Kinderzimmer zuerst aufbauen, Bett beziehen | Elternteil B |
Das Kinderzimmer zuerst aufzubauen ist der Schritt, der am häufigsten übersprungen wird, weil Küche und Wohnzimmer dringender wirken. Er zahlt sich am Abend aus.
Sanierung und Renovierung: die Baustelle bleibt tabu
Wird vor dem Einzug noch gearbeitet, hat kein Kind zwischen Kartons in den Räumen zu suchen. Bei Gebäuden, die vor 1993 errichtet oder saniert wurden, kann Asbest in Bodenklebern, Fliesenklebern, Dichtschnüren oder Nachtspeicheröfen stecken. In diesem Fall gilt: nichts anschleifen, nichts aufreißen, sondern vor dem Rückbau eine Probe durch ein Fachlabor untersuchen lassen und den Ausbau einem zugelassenen Fachbetrieb übergeben. Auch harmloser Bauschutt und Schleifstaub aus alten Lackschichten gehören nicht in Kinderhände. Der Maltisch steht in einem fertigen, feucht gereinigten Raum oder bei den Großeltern, nicht neben dem Abbruch.

Eine Malecke im Wartebereich des Betriebs
Dasselbe Prinzip trägt im eigenen Unternehmen. In Kanzleien, Handwerksbetrieben mit Kundenverkehr, Arztpraxen und Autohäusern dauern Beratungstermine schnell vierzig Minuten, und ein mitgebrachtes Kind bestimmt sonst das Tempo des Gesprächs. Ein niedriger Tisch, zwei Hocker, eine Box mit Stiften und ein Ordner mit nachdruckbaren Ausmalbildern kosten wenig Platz und keine laufende Betreuung. Legen Sie die Zuständigkeit auf eine Person am Empfang: einmal pro Woche eingetrocknete Filzstifte aussortieren, angefangene Blätter entfernen und nachdrucken, sobald weniger als fünf frische Vorlagen im Ordner liegen.